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Telluride Architektur - Innovative Gesundheitsbauten, die Funktionalität, Design und menschliche Anforderungen vereinen

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  • 3 Min. Lesezeit
Das Herzzentrum des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Bild: @Telluride Architektur
Das Herzzentrum des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Bild: @Telluride Architektur

Düsseldorf, 3. September 2026_Gesundheitsbauten gehören zu den anspruchsvollsten Planungsaufgaben der Architektur. Medizinische Prozesse, technische Infrastruktur und hygienische Anforderungen müssen mit den Bedürfnissen von Patient:innen, Mitarbeitenden und Besucher:innen in eine belastbare räumliche Ordnung übersetzt werden. Gesundheitsbauten sind damit zugleich Arbeitsstätte, Behandlungsort und Aufenthaltsraum.

Die Qualität dieser Gebäude entscheidet sich wesentlich an ihrer Organisation: an kurzen und eindeutig geführten Wegen, klaren Funktionsbeziehungen, guter Orientierung sowie an Licht, Akustik, Materialität und dem Bezug zum Außenraum. Diese Aspekte sind keine additive Gestaltung, sondern Bestandteil des funktionalen Konzepts. Erst im Zusammenspiel entsteht eine Architektur, die betriebliche Abläufe unterstützt und zugleich ein angemessenes räumliches Umfeld für Behandlung, Pflege und Aufenthalt schafft.

Telluride Architektur entwickelt Gesundheitsbauten deshalb aus den jeweiligen Prozess- und Betriebsanforderungen heraus. Ausgangspunkt sind Funktionsabläufe, Nutzungszusammenhänge und Entwicklungsszenarien. Daraus werden Erschließung, Zonierung, Raumbeziehungen und Gebäudestruktur abgeleitet. Die Projekte unterscheiden sich in Maßstab und Typologie, folgen jedoch einigen wiederkehrenden Planungsprinzipien:

  • Der Mensch als Maßstab: Räume werden aus der Perspektive der unterschiedlichen Nutzer:innen entwickelt. Orientierung, Übersichtlichkeit und Aufenthaltsqualität sind dabei ebenso relevant wie funktionale Präzision.

  • Funktionale Klarheit: Kurze Wege, nachvollziehbare Erschließungen und eindeutige Beziehungen zwischen den Funktionsbereichen bilden das organisatorische Rückgrat der Gebäude.

  • Gebäude und Freiraum als Einheit: Tageslicht, Materialität, Außenraumbezug und gemeinschaftliche Bereiche werden als integrale Bestandteile der räumlichen Konzeption verstanden.

  • Ressourcenschonung und Betriebseffizienz: Energie-, Flächen- und Ressourceneffizienz werden von Beginn an mit den betrieblichen und technischen Anforderungen zusammengeführt.

  • Anpassungsfähigkeit: Grundrisse und Gebäudestrukturen werden so konzipiert, dass sie auf veränderte medizinische, technische und organisatorische Anforderungen reagieren können.

Wie unterschiedlich diese Prinzipien architektonisch ausgelegt werden können, zeigen beispielhaft vier Projekte von Telluride Architektur:

UKB Herzzentrum Im Herzzentrum des Universitätsklinikums Bonn stand die funktionale Vernetzung von Kardiologie und Herzchirurgie im Zentrum der Planung. Die zuvor auf mehrere Gebäude verteilten Disziplinen wurden in einer gemeinsamen Struktur zusammengeführt. Die räumliche Organisation folgt den Behandlungsabläufen von Diagnostik bis OP und reduziert dadurch Wege und Patientenbewegungen. Zugleich formuliert der Neubau innerhalb des heterogenen Venusberg-Campus einen klaren städtebaulichen Orientierungspunkt. Die architektonische Antwort entsteht hier unmittelbar aus der Prozesslogik der interdisziplinären Medizin.

Klinikum Landsberg Beim Klinikum Landsberg werden medizinische Funktion, Materialität und Freiraumbezug eng miteinander verknüpft. Der geplante Funktionsneubau im Patientengarten wird innen wie außen wesentlich durch Holz geprägt. Warme Farbtöne, umlaufende Balkone und der Bezug zum grünen Außenraum schaffen eine ruhige, wohnliche Atmosphäre. Gleichzeitig bleibt die funktionale Organisation präzise: Die technische Infrastruktur wird in den Untergeschossen gebündelt und direkt an die OP-Bereiche im Erdgeschoss angebunden. Die Planung verbindet damit eine klar strukturierte Betriebsorganisation mit einer bewusst nicht-institutionellen räumlichen Wirkung.

Waldkliniken Eisenberg In den Waldkliniken Eisenberg wurde der patientenzentrierte Ansatz konsequent in eine räumliche Haltung übersetzt. In Zusammenarbeit mit dem Architekten Matteo Thun entstand ein Gebäude, in dem Aufenthalt, Orientierung und Service als zusammenhängende Planungsthemen behandelt werden. Gemeinschaftliche Aufenthalts- und Speisebereiche, Patientenzimmer sowie die Wege durch das Haus sind Teil einer durchgängigen räumlichen Dramaturgie. Holz, Glas, Tageslicht und der direkte Bezug zur umgebenden Landschaft bestimmen Materialität und Atmosphäre. Der Rundbau zeigt, wie Gebäudetypologie, Innenraum und Betriebsmodell zu einer eigenständigen Gesundheitsarchitektur zusammengeführt werden können.


Rehazentrum Mölln Beim geplanten Rehazentrum Mölln wird die große bauliche Aufgabe in eine kleinteilige, modulare Struktur übersetzt. Statt eines zusammenhängenden Großgebäudes entstehen einzelne Bausteine, die sich um einen gemeinsamen Marktplatz gruppieren und eine dorfähnliche Gesamtfigur bilden. Therapie- und Untersuchungsbereiche werden mit Aufenthalts- und Begegnungszonen verknüpft; die Freiräume bieten Bereiche für Ruhe, Bewegung und Reha-Sport. Die Typologie schafft unterschiedliche Grade von Öffentlichkeit und Rückzug und bildet zugleich eine flexible räumliche Grundlage für veränderte Nutzungsanforderungen.



Über Telluride Architektur

Telluride Architektur ist eine interdisziplinäre Gemeinschaft von kreativen Denker:innen, Macher:innen und Spezialist:innen. Von Berlin, Düsseldorf und München aus realisiert ein internationales Team von rund 130 Architekt:innen Forschungs-, Bildungs- und Gesundheitswelten in ganz Europa. Das 1959 mit dem Schwerpunkt Gesundheitsbauten gegründete Büro gehört seit 2013 zu HDR Inc. und firmiert seit 2023 unter dem Namen Telluride Architektur. Die eigenständige Ausrichtung verbindet langjährige Erfahrung im Gesundheitswesen mit internationaler und interdisziplinärer Expertise. www.telluride-architektur.de



Pressekontakt:

Petra Schildbach

Senior Communications Manager

Schirmerstr. 80 | 40211 Düsseldorf

t: + 49 (0)172 296 47 46

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